E9 13.01 Holland-Leer              

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E9 13.01

Wanderung 17. April 2004

Nieuweschans - Leer

zur Ansicht des Bahnhofs von Nieuweschans bitte Bild anklicken


Ort Entfernung Zeit

Nieuweschans Bahnhof
- Stadtrundgang Nieuweschans
- Grenze Wymeerer Sieltief
- Charlottenpolder
Bunde Kirche 6,40 km 1:28 Std
- Gallerie-Mühle
- Weenermoor
- Weener Bahnhof
- Weener St. Georgs-Kirche
- Weener Hafen
Weener Schleuse 8,60 km 1:55 Std
- Buschfeld
- Fersten-Borgum
- Middelsten-Borgum
- Kirch-Borgum
- Coldam
- Bingum
Emsbrücke Bingum 8,00 km 1:48 Std
- Leerort
- Hafenschleuse
- Museumshafen
- Altstadt Leer
- Besuch der Reformierten Kirche
- Fußgängerzone 4,90 km 1:05 Std
Leer Bahnhof 0,90 km 0:47 Std

Gesamtkilometer : 28,50 km
E9-Kilometer : 28,80 km
Gesamtgehzeit : 7:03 Std
Wanderzeit incl. Pausen : 9:15 - 17:20 8:05Std
Tageshöhenmeter : 39 Hm

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Kommentar :  Endlich konnte ich nach einer beruflich bedingten Wanderpause von fast 1/2 Jahr wieder meine Beine über einige Kilometer bewegen. Seit langem hatte ich meine Etappen des Europawanderwegs E9 von Holland bis zum bisher erreichten Ziel Bremerhaven geplant. Nun konnte ich, ohne an berufliche Probleme zu denken, meinen Weg fortsetzen.

Besonders gereizt hat mich bei dieser Tour, dass ich vor 42 - 43 Jahren mit meinen Eltern bei einer Ostfrieslandtour an einem Sonntag den Ort Nieuweschans auf dem Weg zum ersten Auslandsziel Winschoten in Holland besucht hatte. Natürlich habe ich versucht, den Ort wiederzuerkennen, aber nach soviel Jahrzehnten hat sich entscheidendes verändert.

Vom Bahnhof aus bin ich zunächst in südlicher Richtung gewandert. Nach Überquerung der Westerwoldschen Aa erlebte ich eine Durchquerung einer sicherlich später wieder schönen, allerdings durch Baumaßnahmen noch unaufgeräumten Dorfstraße mit schönem Grüngürtel. Am Ende dieser Anlage und der Besichtigung einer alten Kanone ging es am südöstlichen Stadtrand vorbei an einem Campingplatz zum Wymeerer Sieltief. Ich habe einige Zeit gebraucht, um die weiß-roten Wegmarkierungen in Nieuweschans wahrzunehmen. Deutlich waren allerdings die Hinweistafeln in Richtung Bunde. Am Wymeerer Tief konnte ich nach Überquerung einer "van Gogh-Brücke" meinen Weg in Deutschland fortsetzen. 

Der Weg folgte dann über eine längere Strecke der Bahnlinie, um am Bahnübergang nach links zur historischen Kirche von Bunde zu führen. Dort zeigte mir eine Markierung zwar noch den Weg nach rechts die Straße an der Kirche vorbei, danach waren die Markierungen allerdings wie weggeblasen. Ich vermute, dass die Markierungen der grünen Farbe der neulackierten Straßenlampen weichen mussten. Nach Besichtigung des schönen Kirchengeländes folgte ich der Straße südlich der Kirche und aufgrund meiner vagen Vorinformationen der Querstraße (B436) nach rechts, nahe vorbei an einer imposanten Gallerie-Holländer-Mühle (Besichtigung möglich). Am Ortsausgang von Bunde hat mich dann kurz vor der Autobahnauffahrt wieder mein Instinkt kurz nach rechts und an der nächsten Ecke nach links geleitet. Direkt hinter dieser Ecke habe ich endlich wieder eine weiß-rote Markierung allerdings in Gegenrichtung gefunden, und danach war der Weg wieder markiert. Kleine Probleme kann es beim Sportplatz Weenermoor geben. Der Weg führt dort zwischen den beiden Sportplätzen hindurch. Am Ende des südlichen Platzes geht es nach rechts und am Ende des Platzes nach links zwischen zwei Häusern hindurch zur Straße. Dort nach rechts über den Bahnübergang hinweg gleich nach links an Naturschutzgebieten vorbei zum Ortskern von Weener. 

Bald folgt der Weg der Bahnlinie und später einem Parallelweg ,der am Ende nach rechts schwenkt. Dort sollte man aufpassen, denn kurz vor der Einmündung in die K29 kann man nach links einem kleinen Weg zum Bahnhof von Weener folgen. Dort tauchte zum ersten Mal die Markierung weißes E mit dem Hinweis auf den Europawanderweg E9 auf. Von dort ging es der K29 nach links entlang, bis ich die wunderschöne Kirche von Weener erreicht hatte und besuchen konnte. Anschließend folgte die Besichtigung der Altstadt und nach Durchquerung des Hafens habe ich den Emsdeich beim Schöpfwerk Weener erreicht. Die Markierungen dorthin waren recht gut. 

Nun folgte das übliche Problem, das man bei allen Wanderungen entlang tide-abhängigen Flüssen erlebt: wandere ich auf dem Deich, mit ständigen Hammelsprüngen über Sperranlagen, unter ständigem Ausweichen der brutal-weichen Schaf-Ausgangstrakt-Bomben, stolpernd mit hervorragenden Blicken auf den Fluss, oder gehe ich auf hartem Asphalt, vorbei an wunderschönen Ortschaften, mit herrliche Vorgärten ??? - Ihr ahnt schon, welchen Weg ich gewählt habe.

Nach kleinen Abstechern auf den Emsdeich und netten Gesprächen mit Bewohnern der wunderschönen Ortschaften und Genuss der Gartenphantasien dieser Leute hat mich dann bei Bingum und der Emsbrücke der Deich doch erreicht. Es folgte auf der Brücke ein netter Klönschnack mit einem notorischen Fahrrad-Biker, der trotz seiner 70 Jahre Touren  bis 100 km schafft. 

Hinter  der Brücke existiert leider keine Markierung für meinen Weg. Ich bin meiner Karte entsprechend direkt dem Emsdeich nach Süden rund um Leerort gefolgt. Dann geht der Weg einfach dem Leda-Deich entlang zur Hafenschleuse. 

Dort habe ich als schönes Erlebnis die Durchschleusung eines Ausflugsdampfers erlebt. Hinter der Schleuse muss man sofort links abbiegen und dann nicht den kleinen Weg entlang eines kleinen Wasserlaufs verpassen. Der Weg danach ist bei genauer Beachtung der Markierungen in Richtung Altstadt wohl recht gut zu erkennen. Beim Besuch der Altstadt habe ich auch die Reformierte Kirche aufgesucht und anschließend über die Fußgängerzone den Bahnhof erreicht.


Die neuen Schanzen haben früher diese prächtige Kanone beherbergt, mit der hoffentlich keine Menschen getötet wurden.

zur Ansicht der Kanone bitte Bild anklicken

Diese van Gogh-Brücke führt mich leider schon sehr schnell von Holland nach Deutschland. Gut, dass man keine Grenze mehr sieht.

zur Ansicht der Brücke bitte Bild anklicken

In Bunde preist diese ab 1200 erbaute alte Kirche ihre Kerckvogden des Jahres 1705 an.

zur Ansicht der Kirche bitte Bild anklicken

Eine wunderschöne Gallerie-Holländer-Mühle, im Jahre 1869 erbaut und 1911 erweitert, ziert an der Weenerstraße den Südosten von Bunde.

zur Ansicht der Mühle bitte Bild anklicken

Der Kaake-Platz mit dem Kaake-Bogen in der Altstadt von Weener mit Blick auf die schönen Backsteinkirche.

zur Ansicht des Altstadt-Idylls bitte Bild anklicken

St. Georgskirche in Weener mit ihrer wundervollen Arp-Schnittger-Orgel.

zur Ansicht des Kircheninneren bitte Bild anklicken

Am Hafen von Weener ein Denkmal für die vielen Frauen, die unter schwersten Bedingungen Torfstücke transportiert haben.

zur Ansicht der beiden Frauen bitte Bild anklicken

Ein kleiner Blick auf den Hafen von Weener

zur Ansicht der Schiffe bitte Bild anklicken

Bei Bingum kann man die Ems bequem über eine neue Brücke überqueren. Im Vordergrund eine schöne Kulturlandschaft mit Gänseblümchen und Schäfchen.

zur Ansicht der Schäfchen und der Emsbrücke bitte Bild anklicken

Sogar ein echtes "Meerwiefke" habe ich am Museumshafen beobachten können. Ich habe mich besonders gefreut, dass das Mädel über zwei getrennte Fußflossen verfügt und nicht nur über eine, wie es fälschlicherweise immer dargestellt wird.

zur Ansicht des Meerwiefke bitte Bild anklicken

Im Museumshafen von Leer ein wunderschönes Motiv für meine neue Digitalkamera. Diese herrliche Takelage musste ich einfach fotografieren.

zur Ansicht der Takelage bitte Bild anklicken

Der Rathausturm von Leer (im Jahr 1894 erbaut), gesehen von der Fußgängerzone aus.

zur Ansicht des Rathausturms bitte Bild anklicken

Der Turm der reformierten Kirche von Leer, in der Zeit von 1785 - 1787 erbaut.

zur Ansicht des Kirchturms bitte Bild anklicken

Ziel erreicht, der Bahnhof von Leer. Ich hoffe, ich sehe ihn bald auf einer neuen Tour wieder.

zur Ansicht des Bahnhofs von Leer bitte Bild anklicken


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