Kommentar : Markierung rote Westwegraute

Bei starkem Regen war es anfänglich sehr schwer, der
Versuchung zu widerstehen, diese Etappe auf das nächste Jahr zu verschieben.
Doch wer garantiert mir, dass es nächstes Jahr nicht auch regnet? Also habe ich
mich doch aufgerafft und habe die Etappe in Angriff genommen. Leider konnte Wolfgang
nicht mit mir weiterwandern, da er sich am Vortag ein Knie verrenkt
hatte.
Der Anstieg zum Farrenkopf hatte es wirklich in sich und
wies nahezu einen alpinen Charakter auf. In der Farrenkopfhütte Treffen mit
einem Wanderpärchen aus meiner Heimatstadt Hamburg, die den Westweg begehen.
Der Weiterweg brachte nach Zwischenabstiegen immer wieder
neue Steigungen. Über die Aussicht brauchte ich mir keine Gedanken zu machen
– es gab fast keine. Aus historischer Sicht war die Prechtaler Schanzenanlage
sehr interessant.
Später konnte ich den Huberfelsen erklettern, hatte dort
aber ebenso wie auf den Felsen des Karlsteins keinerlei interessante Aussicht.
Von der Gaststätte „Schöne Aussicht“ nahe dem Karlstein war nichts zu
erkennen, so dass ich versehentlich daran vorbeigegangen war, obwohl ich dringen
etwas Wärme nötig hatte. Diese bekam ich dann in der Gaststätte Rensberg in
Form eines warmen Ofens und einer schönen Tasse Tee mit Rum. Das richtige Getränk
für eine Frühsommerwanderung!
Kurze Zeit später hat mich mein Freund Wolfgang auf der
Wilhelmshöhe mit dem Auto abgeholt, so dass ich mir die ursprünglich geplante
Weiterwanderung über Schonach nach Triberg im strömendem Regen ersparen
konnte. Abends gab es dann noch einen kleinen Stadtrundgang durch Triberg und
eine Besichtigung der Triberger Wasserfälle.
Fazit der Tour: mein Durchhaltewille ist gestärkt – ich mache weiter!
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